Junge Mannschaft im Aufwind

Bamberger Damen bestreiten erstes Ligaturnier 2014

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hintere Reihe v.l.n.r.: Bengü, Lena, Jillian, Elli, Hagen
vordere Reihe v.l.n.r.: Hanna, Justine

Stuttgart/Bamberg:

Am vergangenen Wochenende (08.03.2014) spielten die Bamberger Rugbydamen im Rahmen der Turnierserie in der Regionalliga Süd in Stuttgart und traten in drei Partien gegen die Gastgeberinnen, Karlsruhe und Studentenstadt München (Stusta) an.

Neben den Bambergerinnen Elli Berninger, Jillian Roeder und Hanna Roeloffs reisten außerdem Bengü Aslan, Justine Labourdette und Magdalena Pirkelmann aus Bayreuth an, da die Bayreuther Damen den FC Eintracht Bamberg diese Saison erfreulicherweise verstärken und somit auch am Spielbetrieb teilnehmen können.

Da alle anderen Spielerinnen aus gesundheitlichen (Gute Besserung an dieser Stelle!) oder terminlichen Gründen verhindert waren, reisten unsere Damen also nur zu sechst an.

Mit Elli, Bengü und Lena waren dieses Mal auch drei ganz neue Spielerinnen dabei, die das erste Mal überhaupt ein Punktspiel bestritten und allesamt einen sehr guten Eindruck hinterließen.

Die erste Partie gegen Stusta, der momentan wahrscheinlich stärksten Damenmannschaft im Freistaat, wenn nicht der Liga, war zugleich auch die schwerste. „Stusta München spielt sehr diszipliniert und verfügt über mehrere sehr kreative, individuell starke und erfahrene Spielerinnen. Sie sind dort, wo wir mittelfristig auch hinwollen, was sowohl Spielweise als auch Kaderstärke anbelangt. Allerdings geben wir uns keinen Illusionen hin, Bamberg ist nicht München, keine Metropole mit langer Rugbytradition und internationaler Verstärkung, wir arbeiten an uns und nähern uns unseren Zielen Schritt für Schritt“, erklärte der mitgereiste Coach Hagen Schmidt.

In der ersten Halbzeit hatten die Bambergerinnen noch etwas zu viel Respekt vor den Kontrahentinnen, im Spiel nach vorn gelang nur wenig, über große Spielabschnitte war ausschließlich Verteidigung angesagt. Jedoch legten unsere Damen in der zweiten Spielhälfte couragiert nach, steigerten sich vor allem defensiv und trauten sich selbst mehr zu. Konsequenter Weise waren die Bambergerinnen daraufhin auch öfter im Ballbesitz und konnten das Spiel aktiv mitgestalten. Trotzdem endete die Partie mit einem deutlichen 29:0. „Wir können mit der heute gezeigten Leistung sehr zufrieden sein“, meinte Jillian Roeder, die den Münchnerinnen bereits 2013 bei den Bayerischen 7er Meisterschaften gegenüberstand. „Wir hatten drei Debütantinnen im Kader und sie haben sich sehr gut geschlagen. Es gibt erfahrenere Mannschaften, die schon viel mehr Punkte gegen Stusta kassiert haben.“

Nach kurzer Teambesprechung und genauer Beobachtung der Konkurrenz starteten die Bamberger Damen in ihr zweites Spiel des Tages. Gegen die Stuttgarterinnen traten sie sofort selbstbewusster auf und lieferten ihr stärkstes Spiel des Tages ab. Gerade die Verteidigung stand dieses mal souverän und während sich einzelne Spielerinnen (v.a. Elli und Justine) mit spektakulären Tacklings individuell bewiesen, zeigte die gesamte Mannschaft eine solide Defensivarbeit. „Die Verteidigungslinie wurde nur selten durchbrochen, wir haben untereinander kommuniziert und ausgeholfen. Es gab momente, da haben die Stuttgarterinnen in 10 Phasen nur 5 Meter Raumgewinn erzielen können. Wir sind immer wieder aufgestanden nach dem Tackling und haben ihnen kaum Möglichkeiten gewährt, sich Räume zu kreiieren“, freute sich Elli Berninger. Da die Stuttgarterinnen zunehmend müder wurden, gelangten die Bambergerinnen sehr oft in Ballbesitz, spielten viele Offloads und Pässe vor dem Kontakt, ließen den Ball wandern und machten durch Tempoläufe von u.a. Lena und Jillian viel Boden gut. Dieses Tempo und die guten Pässe in Kombination mit der Übersicht von Kapitänin Hanna Roeloffs führten dann auch zum Ausgleich. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit gab es das verdiente 5:5. Zwar war es keine Bambergerin, die den Versuch legte, sondern Salome aus Karlsruhe, die freundlicherweise bei Bamberg aushalf, der Erfolg war jedoch das Resultat einer energischen Mannschaftsleistung. „Was mir heute gut gefallen hat, war, dass keine von uns allein gelaufen ist. Wann immer jemand sich den Ball geschnappt hat und nach vorn gesprintet ist, war eine andere Spielerin als Unterstützung dabei, war Anspielstation oder Sicherung im Kontakt. Wir waren wirklich füreinander da!“, meinte Lena Pirkelmann nach dem Spiel.

Dass die zweite Halbzeit dann doch noch mit 0:10 und das spiel mit 5:15 verloren ging, war angesichts der enormen Leistungssteigerung zu verschmerzen, auch forderte der dünn besetzte Kader und die daraus folgende Ermüdung ihren Tribut. Trotzdessen konnte Justine Labourdette, die wie die meisten Bamberginnen durchspielte, durch routinierte Aktionen überzeugen. So erstickte sie als Scrum-Half gegnerische Spielzüge vom Scrum aus oft schon im Keim und glänzte mit schönen Pässen.

Das letzte Spiel des Tages gegen Karlsruhe verloren die Bambergerinnen nach langem Kampf und vielen Unterbrechungen mit 27:0. Hier wurde die Schwachstelle, der Kampf um den Ballbesitz in den Rucks ersichtlich, woran die Spielerinnen aber in den kommenden Wochen arbeiten werden. Bengü Aslan, die ihr erstes Spiel bestritt, resümierte nach dem Turnier: „Für uns neue Spielerinnen waren es soviele neue Einflüsse, auf und neben dem Spielfeld, wir mussten in der ersten Partie erstmal alles ordnen und uns dann wieder auf das im Training gelernte konzentrieren. Wichtig war, dass wir uns im Turnierverlauf gesteigert haben. Und nächstes Mal legen wir nach und holen uns den ersten Sieg!“

Gelegenheit dazu wird es zur Genüge geben, schließlich stehen mit  dem 29.03.2014 (München), dem 05.04.2014 (Bamberg!) und dem 03.05.2014 (Regensburg) noch drei spannende Spieltage an. Hier geht’s übrigens zu den Ansetzungen und zur Tabelle und allen Ergebnissen.
Wir freuen uns also auf weitere gute Spiele und über die neu gewonnen Spielpraxis und Erfahrung. Beim Heimspieltag in Bamberg werden aller Voraussicht nach sogar einige ehemalige Leistungsträgerinnen nach Bamberg zurückkehren und das Team verstärken. Diese Mischung aus Routiniers und hochmotivierten Talenten verspricht also spannende Partien, wir freuen uns auf die kommenden Begegnungen.

Wir bedanken uns bei unseren Gegnerinnen für die fairen Spiele und bei Karlsruhe und Stusta auch dafür, dass sie uns mit eigenen Spielerinnen ausgeholfen haben und unseren Kader verstärkten!

(HS)

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