Spielbericht

(Amberg)

In seinem letzten Spiel im Jahr 2012 hat der University of Bamberg Rugby Club in einer spannenden Partie knapp mit 12:15 gegen die Iron Lions Amberg/Vilseck verloren.

In der Partie gegen die Amberger, die sich auf sehr vielen Positionen mit routinierteren Spielern der Vilsecker Mannschaft verstärkt hatten, zeigten die Bamberger eine sehr durchwachsene Leistung. Während einige Dinge, vor allem im Angriff, relativ gut und wie besprochen abliefen, ließ vor allem die Defensive stark zu wünschen übrig. Mangelnde Zuordnung, viel zu hohe Tacklings und eine allgemeine Trägheit kennzeichneten insbesondere die erste Halbzeit. Nachdem die Amberger schließlich völlig zu Recht mit 0:5 in Führung gegangen waren, mussten die Coaches in der Halbzeitpause die Mannschaft eindringlich wachrütteln. Die Ansprachen und Analyse der Gegner zeigten nach dem Seitenwechsel offensichtlich Wirkung, die Bamberger zogen qualitativ nach und kamen zu mehreren guten Aktionen, die schließlich durch einen Try und Conversion zur 7:5 – Führung durch Emmet Gill nach hervorragender Vorarbeit von Anthony Bigley belohnt wurden. Durch fahrlässige Pässe verpassten es die Bamberger allerdings weiter zu punkten und die Führung auszubauen. Insgesamt steigerte sich die Mannschaft in der zweiten Hälfte, wenngleich Tacklings, Rucks und Passing weiterhin mittelmäßig waren und alle Spieler durchweg hinter den Erwartungen, aber auch den eigentlichen Fähigkeiten zurückblieben. Kurze Momente, in denen das tatsächliche Können und die gewohnte Routine aufblitzen waren nur selten, alles in allem konnten Hanspeter Höra durch viele starke Tacklings und Emmet Gill durch souveräne Kicks Schlimmeres verhindern, den Gegner stoppen und sich Raum verschaffen. Unter den Debütanten hingegen konnten sich Stefan Hanemann mit einem entscheidenden Tackling, welches einen Try verhinderte, und Tizian Prokosch hervorheben, der nach der erneuten Führung durch die Amberger zum 15:12 verkürzen konnte. Einzig die Line-outs klappten bei den Bambergern gut, sonst wirkte das Spiel müde und die Spieler bisweilen überfordert. Auch einige Fehlentscheidungen des Schiedsrichters oder die sehr physische Spielweise der Gegner konnte da als Erklärung nicht herhalten.

„Ich weiß nicht, ob es am Wetter lag, klar ist es hart bei -4 Grad zu spielen, aber das kann ich mir nicht vorstellen, wir haben bei ähnlichen Konditionen auch trainiert, wir hatten intensive Trainings in den Wochen davor und an der Einstellung jedes einzelnen kann es nicht gelegen haben, ich denke wir waren alle sehr motiviert. Vielleicht liegt unsere enttäuschende Leistung unter anderem in der Überraschung, auf eine komplett andere Mannschaft zu treffen, und manelnde Entschlossenheit, in jeden noch so harten Kontakt zu gehen, begründet. Nichtsdestoweniger haben wir heute viele wichtige Erfahrungen gemacht, die unserem jungen Team helfen werden. Auch wird es eine sehr genaue Videoanalyse geben, aus der wir die nötigen Konsequenzen ziehen werden, um ins neue Jahr mit Energie und weiteren Fortschritten in Spielerentwicklung und Gameplay zu gehen“, sagte HP Höra nach dem Spiel.

Forward Hagen Schmidt fügte hinzu: „Wir haben uns sehr viel vorgenommen, für so kurze Zeit haben wir sehr viel erreicht, aber wir müssen uns schon fragen, was am Wochenende gut und was schlecht gelaufen ist. Das kann jeder einzelne tun und auch wir als Team werden uns noch mal zusammensetzen und alles gründlich besprechen. Ich denke, es ist gut, wenn wir sowohl Grundlagen als auch komplexere Systeme noch mal detailliert durchgehen. Wir haben in diesem Team sehr viel Potential und ich denke, dass wir gerade an so einer sowohl bitteren als auch unnötigen Niederlage wachsen können.“

Natürlich gab es auch starke Tacklings (vor allem von Marius Nietfeld, der sein Comeback als Center/Wing feierte) und schöne Pässe, doch waren diese viel zu selten, als dass sie das Spielgeschehen nachhaltig hätten ändern oder beeinflussen können.

Am Abend nach dem Spiel, dem ersten über volle 80 Minuten im Rugby Union des UBRC, entschieden sich die Coaches, dieses Mal nicht den Titel „Player of the Day“ zu vergeben.

Emmet Gill: „Heute hat sich leider keiner von uns diese Trophäe verdient, wir hatten alle die Möglichkeit dazu, haben sie aber ungenutzt verstreichen lassen. Nächstes Mal sieht es aber ganz anders aus. Auch wenn ich heute gerne gewonnen hätte, so war dieses Testspiel wenigstens dazu gut, uns zu zeigen, woran wir noch besser arbeiten müssen. Die Jungs sind eifrig dabei und wir wollen sie schnell auf ein hohes Niveau führen, dann werden uns solche Schlappen auch nicht mehr passieren und wir können bald auch ein ganz neues Level erreichen, um in Bayern oben mitzuspielen!“

Den Titel „Rookie of the Day“ holte sich Tizian Prokosch, den „Dick of the Day“-Award teilten sich gleich mehrere Spieler, die noch vor dem Spiel bei einer großen Fastfoodkette Zwischenmahlzeit gehalten hatten.

 

Bis zum nächsten Spiel werden wir weiter Fitness, Passing, Athletik und Zusammenspiel beider Mannschaftsteile trainieren, dieses Mal sowohl auf dem Platz als auch in der Halle. Weitere Informationen dazu folgen bald auf unserer Seite.

Abschließend möchten wir unseren Damen danken, die schon vorher das letzte BaBas – Training des Jahres in Amberg absolviert hatten und uns energisch angefeuert haben. Dank gebührt auch unserem Kameramann Raphael Reck, der die Aufnahmen auch wieder fachmännisch kommentierte. 😉

Abschließend möchten wir die Gelegenheit ergreifen und allen Fans, Unterstützern und Spielerinnen und Spielern einen Frohen 2. Advent und eine besinnliche Vorweihnachtszeit wünschen!

(HS)

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