DHM 2012

Deutsche Hochschulmeisterschaften im Rugby 2012

Bamberg/Nürnberg: Zwar war auf Grund der knappen Anmeldungsfristen bei den Herren und wegen personeller Engpässe bei den Damen keine Bamberger Mannschaft bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft im 7er Rugby Union vom 06. bis 08. Juli 2012 in Nürnberg vertreten, doch tummelten sich bei Deutschlands größtem Rugby-Event des Jahres trotzdem einige Spieler aus der selbsternannten neuen Hochburg des Rugbysports.

So waren bereits am Freitag vier Teammitglieder angereist, um als Aktive in verschiedenen Mannschaft Spielerfahrung zu sammeln und indirekt Bamberg würdig zu vertreten: Hanna Roeloffs, Lisa Heinrich und Frauke Erzigkeit schlossen sich nämlich den Kieler Damen an und verstärkten deren Kader in diesem Jahr, während Hagen Schmidt für die TU Ilmenau auflief.

Bereits bei der Ankunft stellten die vier Bamberger fest, dass sich hier eine Sportveranstaltung der ganz besonderen Art anbahnte: in nächster Nähe zu den drei Spielfeldern war ein Zeltlager aufgebaut, in dem sich über 700 Rugger und Fans aufhielten, die einem furiosen Turnier entgegen sahen. Während Rugby vielerorts noch eine Randsportart in unserem Land ist, drehte sich alles an diesem Wochenende nur um diesen Sport. 48 Teams traten in 136 Spielen (bei schönstem Sonnenschein und später strömendem Regen) gegeneinander an, um die Besten der Nation zu küren.

Um es gleich vorweg zu nehmen: mit dem Kampf um den Titel hatten die beiden Teams und unsere Mannschaftskollegen leider nichts zu tun, am Ende standen ein 9. Platz bei den Damen und ein 31. Platz bei den Herren zu Buche, doch mochte keiner der Bamberger DHM-Teilnehmer die tolle Atmosphäre, die nervenaufreibenden Spiele und die neugewonnen Erfahrungen und Spielpraxis missen.

Unsere Damen absolvierten alles in allem vier Spiele, Hagen mit den Ilmenauern fünf. In den Partien à 2×7 Minuten bekamen alle vier sehr viel Spielzeit und konnten in einem positiven, sportlich-kollegialen Umfeld Neues ausprobieren und graue Theorie in handfestes Rugby umwandeln. Hervorzuheben ist der Try, den Frauke im dritten Spiel legte und damit den Fortschritt aller Spieler unterstrich und sich persönlich für weitere große Spiele empfahl: “Ich bin sehr froh, dass ich meinem Team etwas zurückgeben und mich für das Vertrauen der Kieler Mädels bedanken konnte. Offensichtlich haben wir im Training in Bamberg alles richtig gemacht, zwar haben wir individuell noch Defizite, aber dafür, dass es unser erstes Turnier war, haben wir uns echt gut geschlagen.”

Während Hanna und Hagen in ihren Teams vor allem als Forwards eingesetzt waren und sich in Tacklings und Verteidigung auszeichnen konnten, überzeugten Frauke und Lisa als Backs vor allem durch ihre Laufstärke. Aber auch jenseits des Platzes hatten die vier, die sich während einiger Partien am Samstag über Unterstützung an der Seitenlinie in Person von Basti, Vince und Jonas freuen konnten (vielen Dank an den Mannschaftsgeist an dieser Stelle), viel Spaß und konnten wichtige Kontakte zu anderen Teams und Ruggern knüpfen. So meinte Lisa abschließend: “Mich hat dieser Festivalcharakter sehr beeindruckt, es war richtig schön, mit so vielen anderen Rugbyverrückten feiern zu können.”

Für zukünftige Testspiele fanden sich Sportfreunde aus der gesamten Bundesrepublik, die sich auf den University of Bamberg Rugby Club freuen. So meinte Hagen: “Wir vier haben soviel an diesem tollen Wochenende gelernt, über uns selber, unsere Stärken und Schwächen, und hoffen, dass wir einige Impulse für unser Team mit nach Hause nehmen können. Jena und Ilmenau haben die Bereitschaft zu Testspielen signalisiert und ich denke, dass der Bamberger Rugbysport schon bald vielen ein Begriff sein wird. Dass wir mit unseren Teams nicht so erfolgreich waren, ist natürlich schade, aber auch mal gegen Bundesligaspieler gespielt zu haben, ist eine tolle Erfahrung und wie Benji Marshall gesagt hat: We’ve been losing games on our own terms, not by the other teams!

Feststeht, dass nach der gesammelten Erfahrung als Spieler und Zuschauer und nach den bleibenden Eindrücken die nächste DHM kommen kann und 2013 dann hoffentlich zwei Bamberger Teams kräftig mitmischen werden. Bis dahin heißt es weiter Training Training und nochmals Training. (HS)

Statistik: 

UNI Kiel 

UNI Goettingen 5:20 (N)

Polizeiakademie Niedersachsen 20:0 (S)

UNI Marburg 0:45 (N)

WG Muenster 5:0 (S)

TU Ilmenau

WG Hannover 0:30 (N)

WG Saarbrücken 0:20 (N)

Uni Frankfurt/Main 0:25 (N)

UNI Tuebingen 0:5 (N)

WG Erlangen-Nuernberg 15:25 (N)

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